Entspannt mit dem Rad von Wuppertal nach Dortmund

In der Regel starte ich meine Tour vom Wuppertal nach Dortmund am Robert-Daum-Platz in Elberfeld. Von dort aus geht es über die Briller Str. zum Bahnhof Ottenbruch und dort auf die Nordbahntrasse. Die Nordbahntrasse führt bis zum Bahnhof Schee. Dort startet die Alte Kohlenbahn, die ich bis zur B234 in Hiddinghausen fahre.

Foto ©2017 Christian Noack, Alte Kohlenbahn zwischen Wuppertal und Albringhausen

Nach nur ein paar Metern über die Bundesstraße biegt man rechts die kaum befahrene Nebenstraßen ein, die einen bis zur Elbschetalbahn führen. Das war für mich eine Neuentdeckung, die ich dem Talradler verdanke. Am Ende der Trasse ist die Ruhrbrücke in Bommern schon in Sicht. Vor dort aus führt mich mein Weg durch Witten bis zum Rheinischen Esel. Die Passage durch Witten ist der Teil, der mir am wenigsten gefällt. Der Rheinische Esel ist dann wieder viel schöner, wenn auch mittlerweile etwas abgerockt. Von Persebeck aus ist es dann nur noch ein Katzensprung nach Dortmund.

Quelle: GPSies.com

Insgesamt eine Strecke, die man sehr gut fahren kann, weil sie nur zu einem sehr kleinen Teil durch den Autoverkehr führt und wenig Steigung hat. Ich bin die Route schon mit dem Rennrad (mit 25er oder 28er Reifen), mit einem Hardtail und mit dem Brompton gefahren und habe dabei immer Spaß gehabt. Mit einem Hollandrad habe ich es auch schon versucht - das war dann aber noch recht anstrengend.

Den Track und Details zur Strecke findet Ihr zum Download auf GPSies.

— Christian

Ein Spieltag in Dortmund

Wenn der BVB in Dortmund spielt wird auf den Straßen, vor Einfahrten, in den Grünstreifen an Kreuzungen und auf Rad- und Fußwegen geparkt. Das ist regelmäßig eine schlimme Zumutung für die Anwohner und die Passanten. Hinzu kommt eine spürbare Luftverschmutzung durch tausende mit dem eigenen PKW anreisende Fans.

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Cambium C17, langstreckentauglich, aber Vorsicht bei Jeans

Nachdem Radelmädchen schon begeistert von der Langstreckentauglichkeit ihres Brooks Cambium C17 berichtet hat, lasse auch ich mich zu einem kurzen Review hinreißen. Heute war ein überraschend schöner Tag. So schön, dass ich mich völlig unvorbereitet dazu entschied, nach der Arbeit von Wuppertal nach Dortmund zu radeln. Unvorbereitet bedeutet in diesem Fall, ich hatte nicht mein altes Rennrad dabei, sondern das Brompton und auch keine Sportkleidung, sondern eine Jeans, ein T-Shirt und eine Vaude-Jacke. Egal, es war schönstes Herbstwetter und ich radelte los.

Den Cambium-Sattel habe ich erst seit kurzem. Heute war mein erster längerer Ausritt. Er muss ja nicht einfahren werden, sondern entfaltet vom ersten Moment an das endgültige Sitzgefühl. Nach 48 Kilometern kann ich sagen, er ist fest, aber angenehm zu fahren. Mir schlafen sonst schon mal gerne die Füße ein (wahrscheinlich fahre ich zu langsam). Das war heute aber gar nicht der Fall. Ich hätte gut auch noch ein paar Kilometer länger darauf sitzen können. Ich finde auch die Kombination mit der Brompton-Federung super: festes Sitzgefühl und trotzdem Schutz vor harten Schlägen. Schick sieht der C17 auch noch aus.

Allerdings muss ich eine Einschränkung machen, die mir unter anderen Umständen gar nicht aufgefallen wäre: nach knapp 50 Kilometern färbt die Jeans auf den Sattel ab. Vielleicht ist das nur am Anfang so, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall ist es nicht schön. Weder für die Hose, noch für den Sattel.

Foto (c) 2017 Christian Noack: Die hellblaue Jeans hinterlässt deutliche Farbspuren auf dem Sattel

Ansonsten eine bequeme und schöne Kombination: Brompton und Brooks Cambium C17

— Christian

Termin: Dreh‘ Deine Stadt

Wenn man einen Blog über das Fahrradfahren in einer deutschen Großstadt schreibt, gerät man leicht in die Versuchung, sich auf die negativen Aspekte der Infrastruktur und das unangemessene Verhalten von motorisierten Verkehrsteilnehmern zu fokussieren. Das soll aber erklärtermaßen nicht alleiniger Inhalt meines Blogs sein. Stattdessen möchte ich auch die positiven Momente des Radfahrens aufzeigen und auf Veränderungen hinweisen, die mich optimistisch stimmen. Die fahrradfreundliche Infraktstruktur in Kopenhagen ist ja auch nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis jahrelanger aktiver Entwicklung. Das ist auch bei uns möglich. Deshalb möchte ich auf ein Treffen hinweisen, das solche Veränderungen zum Positiven ermöglichen kann:

Schlange vor einer Ampel in Kopenhagen, Foto ©2017 Christian Noack

Der Volksentscheid Fahrrad Berlin hat ja bekanntlich schon einiges erreichen können, auch wenn das Ende des Weges noch nicht erreicht ist. Nun soll der Elan dieses Vorhabens auf andere Regionen übertragen werden. Deshalb veranstaltet der Volksentscheid Fahrrad Berlin und sein Trägerverein Changing Cities e.V. am 07.10.2017 in Wuppertal unter dem Motto „Dreh Deine Stadt“ ein Vernetzungstreffen für und mit Radengagierten aus Nordrhein-Westfalen.

Wer mitmachen möchte, kann sich hier anmelden: https://drehdeinestadt.wordpress.com/startseite/kontakt/

— Christian

Was wirklich wichtig ist: Ein Fahrrad


Hans-Christian Ströbele wurde zum Ende seiner Dienstzeit als Abgeordneter gefragt, ob er sein Fahhrad einem Museum zur Verfügung stellen möchte. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur sagte er dazu:

“Das Deutsche Historische Museum hat schon mal nachgefragt. Ich würde ihm so einen Alterssitz gönnen. Vielleicht vermittelt es den jungen Leuten, die da durchgeschleust werden, das, was wirklich wichtig ist: Fahrrad.”

Quelle: Interview mit Deutschlandfunk Kultur vom 11.9.2017

– Christian


Pressefoto von Ströbele Online

Die fast perfekte Rad-Station

Die Rad-Station am Hauptbahnhof ist sauber und hell und die Mitarbeiter sind durchweg sehr nett. Wer mit dem Zug pendelt kann so den Bahnhof optimal erreichen, weiß sein Fahrrad in Sicherheit und muss nach dem Abstellen nur wenige Meter zu Fuß gehen bis er am Gleis ist. Die Preise sind sehr moderat und alles geht ohne großen organisatorischen Aufwand. Wirklich alles in allem sehr gelungen, bis auf eins: man kann den Eingang der Rad-Station nicht fahrend mit dem Rad erreichen. Die Fläche vor dem Eingang ist für Fußgänger reserviert. Man müsste also eigentlich sein Rad die letzten 20 Meter schieben. Wenn man von der anderen Seite des Walls kommt, muss man auch noch über die Fußgängerampel. Dort gibt es auch keinen Radstreifen.

Wer plant sowas? Man stelle sich vor, Autofahrer müssten zehn Meter vor dem Parkplatz aussteigen und ihr Fahrzeug in die Parklücke schieben. Das fände keine Akzeptanz.

Ein Blick über die Grenze zeigt, dass es auch anders gehen kann. In Rotterdam beispielsweise kann man direkt mit dem Rad in das unterirdische Fahrradparkaus unter dem Bahnhof fahren. Und zum Herausfahren gibt es Rollbänder, um den Höhenunterschied zu bewältigen. In Dortmund wäre eine ebenerdige Lösung mit viel weniger Aufwand zu erreichen.

– Christian

Foto: ©2016 Christian Noack, Ausfahrt aus dem Fahrradparkhaus am Rotterdamer Hauptbahnhof